
Tradierte Strukturen im Bankwesen: der schleichende Geschäftstod
Die Bankbranche steht auf dem Prüfstand: Erst jüngst sorgte die mittlerweile ad acta gelegte Forderung der Grünen, die provisionsbasierte Beratung durch Honorarberatung zu ersetzen, für Furore. Im Kern macht sie eine große Herausforderung klar: Traditionelle Banken müssen sich weiterhin grundlegend und immer wieder neu ausrichten, um einerseits mit dynamischen Wettbewerbern wie Challenger-Banken (Tomorrow, N26) oder fokussierten Start-up-Produktlösern wie Klarna (Zahlungsverkehr) mitzuhalten. Anderseits kommen immer weitere regulatorische Anforderungen hinzu, die als Chance zur Erneuerung verstanden werden müssen – und nicht nur als reine Abarbeitung von Vorgaben. So steigen beispielsweise mit der EU-Taxonomie und deren Regularien die Aufgaben für Banken und ihre Mitarbeitenden zum Thema Nachhaltigkeit gerade stetig. Damit eröffnen sich aber auch immer wieder Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle, die abseits traditioneller Strukturen entstehen. Doch wo anfangen, wenn Muster über Jahrzehnte festgefahren sind? Zwei Ansätze bewähren sich aus meiner Erfahrung: 1) Das eigene Geschäftsmodell angreifen Warum sollte ein Unternehmen Interesse daran haben, ein lange beständiges Geschäftsmodell aufzubrechen, das über Jahre oder Dekaden erfolgreich war? Was paradox klingt, ist ein sinnvoller Ansatz. Denn: Wer sich nicht selber permanent neu erfindet oder in Frage stellt, der wird von plötzlich neu entstehenden Wettbewerbern überrascht werden. Dazu kann helfen, viele kleine Firmen oder Digital Labs zu gründen,







