Wer nur in den Rückspiegel schaut, sieht nicht, wohin die Fahrt geht – ein Bild, das auf den Punkt bringt, was die neue Verbraucherkreditrichtlinie CCD2 für die Kreditvergabe in Europa verändert. Sie soll Verbraucher besser schützen: durch transparentere Informationen vor Vertragsabschluss, ein klar definiertes Widerrufsrecht und – bei Ablehnung eines Kreditantrags – erstmals eine nachvollziehbare Begründung samt Hinweis auf Schuldnerberatung. Klassische Scoring-Modelle, die auf historischen Kreditdaten basieren, geraten dabei an ihre Grenzen: Sie zeigen, wie jemand in der Vergangenheit mit Krediten umgegangen ist – nicht, wie es um die finanzielle Situation im Hier und Jetzt bestellt ist.
Genau hier setzt der Gastbeitrag von Aleksandar Jeremic, CEO von fino digital, für die Fachzeitschrift bank und markt an: Er zeigt, warum sich im Konto eines Menschen dessen finanzielles Leben in Echtzeit widerspiegelt – stabile Gehaltseingänge, laufende Verpflichtungen, Zahlungsverhalten – und wie diese Perspektive die Kreditwürdigkeitsprüfung um genau die Dimension ergänzt, die CCD2 künftig verlangt. Ein Beitrag für alle, die Kreditvergabe zukunftsfähig gestalten wollen.
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